Der Januar als reiner Wintermonat ist für den Hobbygärtner sicher einer der ruhigsten Monate. Diese Ruhe in der Gartenpflege kann man wunderbar nutzen, um endlich einmal nach Herzenslust Gartenkataloge zu wälzen, sich in Fachbüchern Gartentipps zu holen und im Geräteschuppen aufzuräumen.

Doch auch für das Aufhängen von Nistkästen ist jetzt die richtige Zeit. Anleitungen zum Selberbauen finden sich bei diversen Naturschutzorganisationen. Sorgen Sie beim Aufhängen dafür, dass der Nistkasten nicht für Katzen und Marder erreichbar ist!

Ein weiterer Naturschutztipp geht das Streuen von Wegen nach dem Schneeschieben an: Verwenden Sie so wenig Streusalz wie möglich! Streusalz schädigt die Wurzeln benachbarter Pflanzen und ruft Entzündungen an den Pfoten von Hunden und Katzen hervor. Wo es geht, sollte man auf salzfreie Streumittel ausweichen.


Gartenpflege im Ziergarten: Kaltkeimer säen und Schädlingsbekämpfung




Im Ziergarten können Sie, wenn Sie Rosen oder andere Pflanzen an Rankgittern wachsen lassen, jetzt in der blattlosen Zeit kontrollieren, ob die Gitter noch in Ordnung sind. Falls nicht, schneiden Sie an einem frostfreien Tag die Pflanzen zurück und reparieren oder streichen die Gitter.

Für Kaltkeimer wie Pfingstrose, Schlüsselblume oder Christrose ist jetzt der richtige Aussaattermin. Kaltkeimer haben in ihren meist dicken Samen einen Stoff, der das Keimen unterdrückt und erst nach mehreren Wochen in kühler, feuchter Umgebung abgebaut wird. Säen Sie die Samen in Schalen im Freien oder ins Beet und halten Sie sie feucht.

Wenn Sie in Ihrem Garten ein Wühlmausproblem haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Bekämpfung gekommen. Die Wühlmäuse sind jetzt im Winter eher hungrig und sprechen auf Fraßköder gut an. Machen Sie zunächst die ‚Verwühlprobe‘. Öffnen Sie ein paar Gänge und prüfen Sie, ob diese wieder zugewühlt werden. Falls ja, sind sie bewohnt. Dann sollten Sie den Tierchen mit Fallen oder Giftköder zu Leibe rücken. Die entsprechende Ausstattung finden Sie im Gartenfachhandel.


Baumpflege und Schutz vor Schneebruch




Im Obstgarten sollten jetzt Fruchtmumien von den Bäumen entfernt werden, die sonst zu reinen Pilzschleudern werden. An Johannisbeeren sollten Sie aufgeblähte Knospen ausbrechen, da diese von Gallmilben befallen sind. Bei Kahlfrost können Sie rund um Beerensträucher und Obstbäumen eine schützende Mulchschicht ausbringen. Tun Sie dies aber nicht zu früh im Jahr, sonst provozieren Sie eine verfrühte und damit besonders frostgefährdete Blüte. Kontrollieren Sie die Befestigungen an Obstbäumen und erneuern Sie sie gegebenenfalls. Sie sollten keineswegs in die Rinde einwachsen.

An frostfreien Tagen ist die Gelegenheit gut für den Obstbaumschnitt an Kernobst. Obstbaumschnitt ist nicht ganz einfach. Nehmen Sie gegebenenfalls an einem Schnittkurs teil oder beauftragen Sie einen Fachbetrieb. Im Raum Koblenz ist zum Beispiel Gartenbau Koblenz gerne bereit, Baumpflege für Sie zu übernehmen.

Schützen Sie Ihre Bäume und Hecken vor Schneebruch, indem Sie Schnee herunterschütteln oder abfegen. Wenn ein Baum gefällt werden muss, ist jetzt, in der unbelaubten Zeit, ebenfalls ein guter Zeitpunkt dafür. Beachten Sie die Baumschutzverordnung Ihrer Gemeinde. Baumfällaktionen sollten Sie aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall einem Profi überlassen. Ein Fachbetrieb wie Gartenpflege Koblenz übernimmt solche Arbeiten gerne für Sie.


Planung für den Gemüsegarten




Im Gemüsegarten können jetzt noch Wintergemüse wie Rosenkohl, Grünkohl und Feldsalat geerntet werden. Ansonsten steht an Gartenarbeit im Januar vor allem die Planung für das nächste Gartenjahr an. Beachten Sie dabei den Fruchtwechsel. Auch eine Gründüngung einzuplanen kann sehr sinnvoll sein. Tagetes zum Beispiel reinigen den Boden von Nematoden, Phacelia lockt Insekten an, was für die Bestäubung sehr sinnvoll sein kann. Gründünger kann die Bodenstruktur deutlich verbessern.


Sprossen: Vitamine von der Fensterbank




An einem frostfreien Tag sollten Sie Ihren Rasen von rottendem Laub befreien, ansonsten ist es besser, ihn in diesem Monat mit Gartenarbeiten einfach in Ruhe zu lassen.

Ein paar zusätzliche Vitamine und ein wenig Grün auf der Fensterbank können Sie sich mit dem Ziehen von Keimsprossen verschaffen. Besonders geeignet sind hierfür neben Kresse zum Beispiel Linsen, Brokkoli und Radieschen. Sprossengläser oder Sprossenboxen haben den Vorteil, dass die Sprossen sich mit Wasser vollsaugen können, ohne im Wasser zu liegen. Sie können Sprossen aber auch einfach auf etwas Küchenpapier ziehen. Verwenden Sie unbehandeltes Saatgut, zum Beispiel spezielles Sprossensaatgut oder Bio-Saatgut. Wichtig ist, dass Sie die Gefäße nach jeder Benutzung sehr gründlich reinigen, damit sich keine Keime dort sammeln können. Dann steht dem würzigen Vitamingenuss im Salat oder auf Frischkäsebrot nichts mehr im Wege!