Wenn die Temperaturen steigen, das Gießen nicht vergessen!

Es ist Sommer und die Temperaturen steigen. Wir genießen es, in der Sonne zu sitzen und ein kühles Getränk zu uns zu nehmen. So wie wir einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit haben, geht es den Pflanzen auch. Meistens reicht den heimischen Gartenhölzern der natürliche Niederschlag aus. Bei flachwurzelnden Kulturpflanzen hingegen ist tägliches Gießen unabdingbar. Richtiges Gießen will aber auch gelernt sein: Gießen Sie so ausreichend, dass das Wasser in die tiefen Erdschichten eindringen kann und nicht nur an der Oberfläche verbleibt. So gelangt das Wasser zu den Wurzeln und wird doch während der nächsten Stunden im Erdreich gespeichert. Die Kulturpflanzen haben so über Stunden Zugang zu Wasser. Sie werden es Ihnen mit grünen Blättern und reichhaltigem Ertrag danken.

Sommerzeit ist Mückenzeit

Wer kennt es nicht, ein gemütlicher Abend im Garten und schon sind da, die lästigen Stechmücken. Scheinbar ist kein wirksames Mittel gegen sie zur Hand. Dabei kann mit einfachen Mittel die Mückenplage eingedämmt werden: Mücken lieben stehende Gewässer – das müssen nicht unbedingt direkt Seen oder Pfützen sein. Eine volle Gießkanne oder eine Vogeltränke können schon ausreichen. Das Wasser steht längere Zeit und zieht Stechmücken magisch an. Sobald Sie rechtzeitig alle stehenden Gewässer rund um Ihre abendliche Sitzgelegenheit entfernt oder abgedeckt haben, sollten die Mücken auch deutlich weniger werden. Decken Sie auch konsequent Ihre Regentonne ab. Hier entstehen sonst Brutplätze für Mücken.

Maulwurfshügel – Fluch oder Segen?

Wirklich gesehen haben ihn wohl bisher die wenigsten, den Maulwurf. Lediglich seine Hinterlassenschaften, die Maulwurfshügel, sieht man immer mal wieder. Was aber nun machen, wenn man einen solchen Erdhügel – womöglich noch mitten auf dem Rasen findet? Es ist nachvollziehbar und verständlich, dass man sich auch darüber ärgert, dass plötzlich aus dem Nichts ein Maulwurf Erde auf dem Rasen auftürmt. Man kann es aber auch aus einer anderes Sicht betrachten: Ein Maulwurfshügel ist der Beweis für einen lebendigen Boden. Da sich Maulwürfe ausschließlich von tierischer Nahrung ernähren, muss diese also auch in Ihrem Boden zu finden sein. Der Boden und damit die Grundlage Ihres heimischen Gartens ist also gut. Zusätzlich können Sie auch bei einem Maulwurfshügel die Not zu einer Tugend machen. Wenn Ihnen schon mal guter Boden frei Haus geliefert wird, nehmen Sie diese doch einfach und nutzen sie für Blumenkästen oder -töpfe.

Tipps für den Gemüsegarten

Für den Hobbygärtner gibt es doch nichts schöneres, als nach dem tristen Winter und den ganzen Vorbereitungsarbeiten im Frühjahr die ersten Erträge zu ernten. Nun ist aber die Zeit, die Fruchtfolge zu beachten und eine passende Folgekultur auszusäen. Wenn Sie dies geschickt planen können Sie ohne Mühe während der warmen Monate zwei Ernten pro Beet einbringen. Wenn Sie auch sog. Wintergemüse in Ihre Planung einbeziehen, schaffen Sie sogar bis zu drei Erntezyklen pro Jahr. Typische Wintergemüse für unsere Vegetationszone sind Feldsalat oder Spinat.

Jetzt im Juli müssen Sie aber auch noch daran denken, Ihre aktuellen Pflanzen immer zu pflegen. Bei Tomaten beispielsweise müssen Sie regelmäßig aufkommende Geiztriebe entfernen und auf Pilzkrankheiten achten. Sog. Beipflanzen können helfen, solche Erkrankungen zu verhindern. Für Tomaten z.B. eignet sich Basilikum als Beipflanze.

Die Ernte am Obstbaum

Die Ernte von reifem Obst ist ein stetiger Prozess. Schließlich ist ja nicht alle Äpfel an einem Baum zeitgleich reif. Daher heißt in dieser Jahreszeit die Devise: Pflücken Sie regelmäßig reife Früchte. Somit entlasten Sie den Baum und er kann seine weitere Energie in die Reifung der restlichen Früchte stecken. Außerdem vermeiden Sie so, dass faules Obst am Baum entsteht.

Volle Obstbäume sind der Traum eines jeden Hobbygärtners. Doch auch hier muss das prüfende Auge wachsam bleiben. Besonders Apfelbäume hängen oft voll. Durch das Gewicht der Früchte muss jeder Ast eine enorme Last tragen. Achten Sie daher auf ausreichend Stützen, um das Brechen der Äste zu vermeiden. Lange Stäbe aus Holz reichen hier vollkommen aus. Beim kontrollierenden Blick in den Obstbaum sollten Sie auch gleichzeitig bereits befallene, angefressene oder beschädigte Früchte entfernen, da die gesunden dadurch besser weiter wachsen können. Außerdem laufen Sie nicht Gefahr, dass Larven oder Insekten von den befallenen Früchten auf die gesunden wechseln.