Der Wonnemonat Mai bringt für den Gärtner viele Aufgaben, denn nun startet die Sommersaison. Auch Pflanzen, die frostempfindlich sind, können nun ins Freiland umziehen. Außerdem gibt es nun eine Reihe weiterer Arbeiten, die vor dem Beginn des Sommers noch erledigt werden können.

Reparaturen im Garten

Im Mai ist der perfekte Zeitpunkt, um Gartenmöbel und Terrassenboden, Holzhütten und Zäune auf Vordermann zu bringen. Nutzen Sie nun trockene und sonnige Tage, um Kaputtes zu reparieren und notwendige Malerarbeiten vorzunehmen. Die Terrasse und Holzmöbel können nun, bevor die Grillsaison so richtig losgeht, noch einmal mit einem schützenden Anstrich versehen werden. Sind diese Arbeiten erledigt, lässt es sich im Sommer noch viel besser auf der Terrasse genießen.

Auch Zäune, Tore und Beeteinfassungen können vor Beginn der warmen Sommersaison gut ausgebessert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass viele Beete nun noch nicht komplett bepflanzt sind. Somit ist dies der perfekte Moment, um die Beete zu erneuern und umzugestalten, bevor Sie mit den Sommerblumen und frostempfindlichen Gemüsepflanzen bepflanzt werden.

Mai, der Monat des Wachstums

Im Mai wachsen die meisten Pflanzen rasant – das betrifft aber auch viele unerwünschte Wildkräuter, die im Beet nur ungern gesehen werden. Damit die Kulturpflanzen von Beikräutern nun nicht verdrängt werden, ist viel Arbeit gefragt. Dabei sollte vor allem ganz klassisch, mit einer Hacke, vorgegangen werden. Das regelmäßige Hacken zwischen den Pflanzen verhindert, dass Beikräuter wachsen und sorgt gleichzeitig für einen lockeren Boden. Das erleichtert es den Pflanzen, starke Wurzeln auszubilden. Außerdem versickert das Regen- und Gießwasser leichter auf gelockertem Boden.

Ein weiterer Weg, um Beikräuter am Wachstum zu hindern, ist es, Mulch auszubringen. Der Mulch deckt den Boden ab und hält die Feuchtigkeit so gleichzeitig in der Erde. So sparen Sie kostbares Gießwasser. Durch die abgedeckte Oberfläche werden viele Beikräuter im Wachstum gehindert, was das jäten vereinfacht.

Abzuraten ist von Herbiziden, mit denen sich viele Gärtner das Jäten erleichtern möchten. Das Pflanzenschutzgesetz verbietet es, diese Mittel auf befestigten Wegen anzuwenden.

Pflanzenkrankheiten frühzeitig verhindern

Mit dem Wachstum der Pflanzen stellen sich leider auch immer Krankheiten und Schädlinge ein. Viele Pflanzenkrankheiten können leicht verhindert werden, wenn Sie sie frühzeitig erkennen. Das frische Grün sollte deswegen jetzt regelmäßig kontrolliert werden. Bilden sich scheinbar kranke Triebe, sollten Sie diese abschneiden und im Hausmüll entsorgen. Bei Pilzinfektionen wird eine erneute Ansteckung eventuell so verhindert. Ebenfalls wachsam sollten Sie bei Schädlingen sein. Viele Schädlinge können schon durch das Absprühen mit Wasser in Schach gehalten werden. Auch gibt es eine Vielzahl von natürlichen Rezepten, mit denen kranke Pflanzen gestärkt werden können. Viele Gärtner schwören darauf, Blattläuse mit einer Wasser-Milch-Mischung erfolgreich eindämmen zu können.

Wenn Ihre Pflanzen nun schwächlich sind und sich Krankheiten ankündigen, sollten Sie die Pflanze auch durch entsprechende Pflege stärken. Dazu zählt zum Beispiel das Gießen mit Brennesselbrühe oder das regelmäßige Ausschneiden von Trieben, was bei Tomaten sinnvoll gegen Braunfäule ist.

Blütensträucher, Blumen und Stauden

Die ersten Frühlingsblumen und Stauden verwelken nun nach und nach. Verblühte und verwelkte Pflanzenteile sollten Sie nun abschneiden. Dadurch spart die Pflanze Energie ein und kann sich bis zum nächsten Frühjahr erholen. Auch während der Blüte sollte Verblütes regelmäßig abgeschnitten werden, um Wachstum und weitere Blütenbildung anzuregen. Das verhindert, dass die Pflanze wertvolle Energie für die Samenentwicklung aufbringt.

Wenn Sie zu Beginn des Jahres Sträucher gepflanzt haben, sollten diese nun einen Rückschnitt erhalten. Das Schneiden der neuen Triebe kann die Pflanzen zum Wachsen anregen. Optimal ist es, die Triebe zwei Drittel einzukürzen. Auch ältere Pflanzen, die lange Stiele haben oder stark verzweigt sind, können nun eingekürzt werden. Das Entspitzen regt die Pflanzen zum Wachstum an und verhindert die Ausbildung von langen, dünnen Trieben.

Im Mai, wenn keine Fröste mehr erwartet werden, können auch Sommerblumen im Beet gesät werden. Saatmischungen oder Einzelsorten, wie Malven oder Kapuzinerkresse, keimen und gedeihen nun gut. Sie eignen sich dafür, Lücken zwischen den ganzjährigen Pflanzen aufzufüllen.

Eisheiligen – Nun ist der Frost vorbei

Bis zu den Eisheiligen sollten Sie mit der Aussaat und dem Aussetzen von wärmeliebenden Pflanzen vorsichtig sein. Sind die letzten Nachtfröste vorüber, können dann auch die empfindlichen Gemüsesorten ins Freiland gesetzt werden. Dazu zählen Tomaten, Zucchini, Kürbisse, Paprika und Gurken. Haben Sie einige dieser Pflanzen bereits ins Freiland gesetzt und es drohen weitere Fröste, sollten Sie sie über Nacht abdecken.

Einige Pflanzen, wie der Kürbis oder die Zucchini können Sie auch gut im Freiland direkt säen. Auch Bohnen und Zuckermais sollten erst jetzt im Freiland gesät werden, denn sie sind sehr frostempfindlich. Alle Pflanzen, die Sie unter Glas oder im Haus angezogen haben, sollten vorsichtig an das Sonnenlicht gewöhnt werden. Dazu können sie bereits einige Tage, bevor sie ins Beet kommen, stundenweise an die Sonne gestellt werden.

Mischkultur – die Traumpaare aus dem Gemüsebeet

Kein Geheimtipp ist es, im Gemüsebeet auf Mischkultur zu setzen. Viele Gemüsesorten ergänzen sich gegenseitig optimal. Die Kombination aus verschiedenen Sorten kann sogar Schädlingsbefall verhindern. Ein Beispiel sind Möhre und Zwiebel, die zusammen wunderbar gedeihen. Die Möhren vertreibt die Zwiebelfliege und die Zwiebel wiederrum die Möhrenfliege. Die Natur hält auch weitere solcher Traumpaare bereit, auf die Sie auf jeden Fall setzen sollten. Kombinieren Sie zum Beispiel Salat und Kohlrabi oder Rettich. Oder pflanzen Sie Blumenkohl mit Sellerie.

Einige Kombinationen sind wiederrum kontraproduktiv. So vertragen sich rote Beete und Porree nicht sehr gut. Auch Zwiebeln und Kohl sind keine gute Mischung im Gemüsebeet.

Regelmäßige Pflege für den Rasen

In den warmen Monaten wächst der Rasen schnell. Bei Temperaturen, die mehr als 10 Grad betragen, kann der Rasen bei Bedarf jede Woche gemäht werden. Der erste Schnitt sollte dann erfolgen, wenn der Rasen etwa doppelt so hoch ist, wie es gewünscht ist. Wenn Sie Ihren Rasen nun rechtzeitig mähen, wächst er regelmäßig.

Bieten Sie den Gartenbewohnern ein Zuhause

Bei der Pflege Ihres Gartens sollten Sie Ihre kleinen, tierischen Mitbewohner nicht vergessen. Im Garten tummeln sich Bienen, Hummeln, Fliegen, Spinnen, Schmetterlinge und viele weitere Arten, wie Wanzen. Insekten helfen dabei, die Blüten zu bestäuben. Manche unter ihnen helfen sogar dabei, Pflanzen von Schädlingen zu befreien. So ist es wichtig, die Artenvielfalt im Garten zu unterstützen und für ein ökologisches Gleichgewicht zu sorgen. Das fördert nicht nur eine reiche Ernte, sondern kann auch viele Pflanzenkrankheiten verhindern.

Unter der Erde leben Würmer, die für eine gute Erde sorgen. Auch diese Gartenbewohner sollten sorgfältig behandelt werden, denn sie unterstützen ein gesundes Pflanzenwachstum.

Um Insekten und andere Wildtiere zu unterstützen, sollte diesen Arten genügend Lebensraum geboten werden. Einzelne Gartenecken können so zum „Wildgebiet“ erklärt werden, in dem beispielsweise eine Blütenwiese gedeiht, die erst im Herbst gemäht wird. Ein Insektenhotel kann leicht selbst gebaut werden – dazu können zum Beispiel Ziegelsteine, Schilfrohr und verschiedene Holzstücke verwendet werden.